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Neugier (Curiosity)

Friday, Apr 24, 2015
Michael übermittelt durch Shepherd Hoodwin

Michael übermittelt durch Shepherd Hoodwin

Viele Menschen sehnen sich nach etwas Größerem in ihrem Leben. Dieses Verlangen nach „mehr“ ist ein treibender Motor der Evolution. Natürlich wird dieses „mehr“ unterschiedlich interpretiert. Unsere Welt ist noch immer stark von jungen Seelen im späten Stadium geprägt – und in einer Zeit, in der Werbung jeden wachen Moment durchdringt, glauben viele, auch solche, die nicht mehr jung sind, dass es sich bei dem, wonach sie sich sehnen, um etwas Materielles handelt.

Es ist jedoch nicht falsch, materiellen Reichtum zu genießen. Tatsächlich besitzen heute die meisten Menschen mehr, als reiche Menschen über Jahrhunderte hinweg. Solange diese Dinge Freude bereiten und genutzt werden, ist daran nichts verkehrt – und nichts unspirituelles. Doch wie das Sprichwort sagt: „Die Augen sind oft größer als der Magen.“ Viele Menschen enden überladen und erschöpft. Es ist ein Klischee – aber ein wahres: Irgendwann merken viele, dass materieller Besitz nicht das war, wonach sie wirklich gesucht haben. Und doch kann auf diesem Weg des materiellen Suchens viel Wertvolles gelernt werden.

Manche suchen Ruhm. Oft – wenn auch nicht ausschließlich – sind es die Kardinalrollen, für die Ruhm einen Zweck erfüllt: Er erlaubt Priestern, eine größere Gemeinschaft zu erreichen, Königen, ein größeres Reich zu führen, und Weisen, ein breiteres Publikum zu inspirieren. Auch Ruhm ist an sich nicht unspirituell. Doch die wenigen, die ihn tatsächlich erlangen, erkennen oft, dass er nicht das war, was sie wirklich suchten. Nützlich vielleicht, aber nicht erfüllend. Viele streben nach „Erfolg“. Was auch immer das im jeweiligen Kontext bedeutet. Natürlich ist es angenehmer, erfolgreich zu sein, als zu scheitern. Doch auch das stillt nicht das tiefere Sehnen.

Was alle Wesen, auch wir,  in Wahrheit suchen, ist ein tieferes Erkennen des Selbst. Die Universen selbst sind Ausdruck des Wunsches des Tao, sich selbst zu erkennen. Jeder Teil des Tao, auch du, teilt dieses Verlangen. Warum sehnen wir uns alle danach, mehr über uns selbst zu erfahren? Weil es Freude macht. Stillstand ist langweilig.

Neugier ist eine der wertvollsten Eigenschaften eines fühlenden Wesens. Neugier auf irgendetwas ist letztlich der Wunsch, mehr über das Selbst zu erfahren. Denn du bist alles. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen echter Neugier und bloßer Wissbegierde. Letztere stammt oft aus einem alten menschlichen Impuls zur sozialen Kontrolle innerhalb von Gruppen. Wahre Neugier hingegen ist reine Entdeckerfreude.

Du lebst in einer Gesellschaft, die häufig versucht, Neugier zu unterdrücken. Das sogenannte Bildungssystem hemmt sie schon durch seine Struktur, indem es Kinder zu stark in eine bestimmte Richtung lenkt. Vor dem Schuleintritt sind Kinder in der Regel deutlich neugieriger, als danach.

Wir sagen oft: Die Menschheit befindet sich in einem wachen Schlaf. Sie funktioniert, doch das Bewusstsein schläft. Viele sind so beschäftigt oder kämpfen ums Überleben, dass sie ihr inneres Gewahrsein nicht nähren können. Andere leben in einem Umfeld, das kaum Anregung bietet.

Und doch: Wie wunderbar ist es, dass ihr das Internet erschaffen habt! Es bietet Zugang zu einem unendlichen Schatz an Wissen. Doch die meisten Menschen nutzen diesen Schatz kaum. Es ist, als hätte man Ratten darauf trainiert, nicht aus einem offenen Käfig zu treten. Selbst, wenn die Tür längst offensteht. Viele wissen schlicht nicht, wonach sie suchen sollen, um ihren Geist zu wecken.

Wenn wir vom „Geist“ sprechen, meinen wir nicht nur den Intellekt, sondern das gesamte Bewusstsein. Ein erwachter Geist fühlt tiefer – emotional wie geistig. Manche Menschen sind intellektuell sehr neugierig, aber emotional blockiert oder unreif. Wenn sie ihrer Neugier wirklich folgen – wohin auch immer sie führt – wird früher oder später auch ihre emotionale Welt erweckt.

Neugier ist kein mentaler Lärm. Ein vom Selbst abgeschnittener Geist versucht vielleicht, alles mit dem Verstand zu kontrollieren, eine Erklärung für alles zu verlangen. Das ist besser als nichts, jedoch ist es nicht die Neugier des ganzheitlichen Selbst. Ein wirklich erwachter Geist ist verliebt in das Leben. Er ist fasziniert von anderen Menschen und möchte sie wirklich erfassen – selbst jene, die man seit Jahrzehnten kennt. Ist dein Geist erwacht, erfüllt es dich mit Freude, Neues über das Leben und andere Wesen zu entdecken.

Natürlich interessieren dich bestimmte Themen mehr als andere, das ist natürlich. Über viele Leben hinweg hast du deine Neigung zu bestimmten Pfaden verfeinert. Doch in den meisten früheren Inkarnationen war dein Zugang zu Wissen begrenzt.

Natürlich hast du Erfahrungen gesammelt, darunter auch karmische. Nur wenige Glückliche konnten damals lesen lernen und hatten Zugang zu interessanten Schriften. Im Vergleich zu heute war der Erfahrungshorizont sehr begrenzt. Vielleicht hast du dich für Wissenschaft interessiert, doch nur wenige hatten die Möglichkeit, Zeit und Mittel aufzubringen, um sich ihr wirklich zu widmen. Heute verfügt der erwachte Geist über außergewöhnliche Ressourcen. Die meisten Menschen können nun Filme und Serien schauen, die das menschliche Dasein erforschen, und so innerlich wachsen. Und dies, ohne jede Erfahrung selbst durchleben zu müssen. Sie können reisen wie nie zuvor. Viele leben länger, haben mehr Lebenszeit zur Verfügung. Auch wenn diese Zeit herausfordernd ist, so ist die Menschheit im Großen und Ganzen gesegnet.

Doch ist der Geist schlafend, werden all diese Gaben nicht geschätzt. Sie erscheinen selbstverständlich. Im Erwachen jedoch wächst deine Dankbarkeit. Selbst in Krankheit oder finanziellen Engpässen wirst du erkennen, wie reich du in Wahrheit bist, wenn du die dir zur Verfügung stehenden Ressourcen anerkennst.

Die größte Ressource unserer Zeit ist, dass jeder, der Spiritualität sucht, auf einen wahren Schatz an Informationen und Führung zugreifen kann. In den meisten Zeitaltern war spirituelles Wissen einer kleinen Elite vorbehalten. Dieses war oft nicht besonders genau. Heute existiert zwar auch viel Verwirrung, aber ein neugieriger Geist kann das Wesentliche erkennen. Wenn dein tiefster Wunsch ist, dich selbst zu erkennen, aber nur wenige äußere Spiegel vorhanden sind, wird der Weg mühsam. Doch mit guten Lehrern und valider Information kann dein äußeres Wesen beginnen, sich mit deinem inneren zu synchronisieren – und dein Wachstum nimmt Fahrt auf.

Eine gute tägliche Frage ist: „Was will ich wirklich?“ Das klingt vielleicht egoistisch, ist es aber nicht. Wenn du etwas Materielles willst, frage dich: „Was verspreche ich mir wirklich davon?“ Wenn du einen Sportwagen willst, frage dich: „Welche Erfahrung möchte ich tatsächlich erleben?“ Vielleicht das Gefühl des Nervenkitzels, mit dem Körper durch Raum und Zeit zu fliegen. Selbst, wenn du dir einen Sportwagen nicht leisten kannst, findest du vielleicht andere Wege, ähnliche aufregende Erfahrungen zu machen, z. B. in einem Freizeitpark.

Oder du wünschst dir eine Beziehung, was für die meisten natürlich ist. Frage dich: „Was liegt unter der Oberfläche, das ich eigentlich will?“ Vielleicht ist es das Bedürfnis nach Verbindung, nach einem Gegenüber, das dir hilft, dich selbst besser zu erkennen. Du wirst vielleicht feststellen, dass du das, was du dir wünscht, teilweise schon jetzt haben kannst, in dem du dich für eine tiefere Verbindung mit Menschen öffnest, die bereits in deinem Leben sind. Durch deine Neugier auf sie. Deine Freude, dich in ihnen wiederzuerkennen. Du kannst auch über das Internet echte, tiefgehende Freundschaften pflegen. Auch wenn sie nicht physisch greifbar sind, sind sie dennoch echt und bedeutsam.

Wenn du weißt, was du wirklich willst – und dies mit spielerischer Neugier verfolgst – wirst du viel Freude erleben. Jede Erfahrung, die du machst, kann dir mehr über dich selbst zeigen. Vielleicht ist dir das noch nicht bewusst, was viele Erfahrungen lehren können ( oder tatsächlich bereits gelehrt haben). Wenn du forschend, offen und spielerisch bleibst, wirst du erkennen, was du bereits gelernt hast. Dies kann dadurch mit großer Freude geschehen. Natürlich sind viele menschliche Erfahrungen schmerzhaft. Doch auch sie können, mit einem erwachenden Geist betrachtet, faszinieren, lehren und dich wachsen lassen.

Wir sprechen oft vom Wachstum durch Freude. In einem Zustand des wachen Schlafs ist keine echte Freude möglich – nur flüchtige Reize. Aber Freude ist das Wissen um das, was wirklich ist. Wenn du neugierig bleibst, siehst du unter der Oberfläche oft eine andere Wahrheit, auch wenn oberflächlich schlechte Nachrichten erscheinen.

Spirituelles Wachstum besteht aus zwei Aspekten: Der erste ist, dich daran zu erinnern, was du auf Seelenebene schon weißt. Es gibt eine große Menge an Wissen, das du bereits hast, das aber noch nicht in deinen aktuellen Körper „heruntergeladen“ wurde. Du musst erst Platz schaffen für das, was du empfangen möchtest. Wenn du zum Beispiel musikalische Fähigkeiten, die du in einem früheren Leben entwickelt hast, empfangen möchtest, musst du Raum dafür schaffen. Das Erinnern an bereits Bekanntes ist vergleichsweise leicht.

Der andere Teil des spirituellen Wachstums ist das Lernen von Neuem – Dinge, die du vorher nicht wusstest oder nicht konntest. Das dauert länger, macht aber der Seele großen Spaß. Vielleicht hattest du schon tausend Leben, aber nie gelernt, wirklich wach in deinem Körper zu sein. Falls das so ist, brauchst du Ausdauer, um das zu lernen. Das wird sich jedoch sehr lohnen. Dein Fortschritt könnte langsamer sein, weil es sich um eine Fähigkeit handelt, die du vorher nicht ausgeübt hast. Dafür waren andere Dinge wichtig. Viele auf dem spirituellen Pfad werden jetzt dazu aufgerufen, das zu lernen, was sie bisher nicht lernten – oder kaum – und jetzt die Chance haben, diesbezüglich deutlich besser zu werden.

Viele von euch lernen gerade, Energie wahrzunehmen und mit ihr zu arbeiten. Das war in den meisten früheren Leben schwierig, weil kaum jemand es lehrte oder überhaupt wusste, dass es Energiearbeit gibt. Auch heute ist das Bewusstsein dafür selten, aber es gibt einige begabte Lehrer, und immer mehr Menschen beginnen, sich ihrer Existenz bewusst zu werden. Du kannst lernen, etwas zu sehen, auf das du früher nie geachtet hättest. Der Weg mag zäh erscheinen, doch wenn du mit Lehrern und Mitschülern arbeitest, wird dein Fortschritt deutlich beschleunigt. Das ist eine kostbare Fertigkeit, denn letztlich ist alles Energie. Wenn du keine Neugier für Energie empfindest, dann ist das nicht dein Studienfeld. Folge dem, was deine Neugier weckt.

Niemand wird Experte in allem – und das musst du auch nicht, denn du bist eins mit deinen Brüdern und Schwestern, sie werden die Dinge tun, die du nicht tust, weil sie ihrer Neugier folgen. Kritisiere dich nicht für Themenfelder, in denen du nicht „gut“ bist. Du bist in vielen Dingen hervorragend. Wenn du nicht weißt, worin, frag deine Freunde – sie können oft Talente in dir sehen, die du selbst übersiehst. Vielleicht liegt deine besondere Stärke in der Freundlichkeit, was keine leichte Fähigkeit ist. Du nimmst sie vielleicht als selbstverständlich wahr, aber sie ist es nicht. Du musst nicht in allem gut sein, aber wenn du deiner Neugier folgst, wirst du in vielen Dingen immer besser, fast automatisch als Nebeneffekt. Wenn dir etwas als zu schwer erscheint, ist vielleicht dein Ego stärker als deine Neugier. Geh an deine spirituelle Entwicklung spielerisch heran, wie ein Kind, das sich freut, etwas Neues zu lernen oder in den Sternenhimmel zu schauen. Es ist besser, dein spirituelles Wachstum spielerisch anzugehen, als es hart zu erarbeiten.

Manchmal ist es aber auch Arbeit. Manchmal musst du alte Muster überwinden und den Mut aufbringen, dich deinen Ängsten zu stellen. Du musst dich vielleicht ein bisschen durchkämpfen, doch es ist deine Neugier, die dich deine Ängste überwinden lässt, weil du unbedingt wissen willst, was auf der anderen Seite liegt. Du bist das Tao, das sich selbst besser kennenlernen will. Das treibt dein Wachstum an. Wenn du in Angst erstarrt bist, schläfst du in diesem Bereich. Niemand will wirklich feststecken, alle wollen vorankommen. Wachstum kann spielerisch, arbeitsbezogen oder eine Mischung aus beidem sein. Doch Freude im Leben zu haben, wird dir das schnellste Wachstum bringen.

Viele auf dem spirituellen Weg sind empathisch und sehr sensibel. Sie fühlen sich oft überwältigt vom Schmerz und der Hässlichkeit der Welt. Sie sagen häufig, sie wollen ihre Lektionen lernen und die physische Ebene so schnell wie möglich verlassen. Vielleicht hast du diesen Gedanken auch schon gehabt – das ist verständlich. Es gibt eine schwierige Phase im Erwachen, wenn du sensibler wirst, aber noch nicht mehr Fähigkeiten hast, mit dem Schmerz umzugehen. Die einfache Antwort ist: Folge deiner Neugier und deiner Freude, bis du mehr Fähigkeiten entwickelst. Die meisten Menschen wollen nicht wirklich sterben oder die physische Ebene schnell verlassen – du bist schließlich aus einem Grund hier. Die meisten wollen lernen, das Leben auf der physischen Ebene zu genießen, selbst wenn es stark herausfordernd ist.

Du bist ein Lehrer. Du kannst allen, denen du begegnest, lehren, wie man in Freude lebt – während du selbst es lernst. Du musst das nicht unbedingt mit Worten oder innerhalb einer Beratung tun, sondern du lehrst es mit deiner Energie, indem du deine Neugier erweckst. Je mehr Freude du im Leben empfindest, desto mehr lehrst du andere diese Fähigkeit. Wenn du diese Energie ausstrahlst, heilst du den Planeten. Alles andere, was du tun kannst, etwa politisches Engagement, ist ebenfalls wichtig. Aber wenn die Neugier der Menschheit nicht erwacht, hast du eine schwierige Aufgabe vor dir. Erwachte Geister verschmutzen nicht ihre Erde und führen keine Kriege. Verantwortungsbewusste Bürger müssen sich von Zeit zu Zeit mit diversen Symptomen auseinandersetzen, so wie man bei hohem Fieber zuerst das Fieber senken muss, bevor man die Ursache behandeln kann. Doch deine beste Chance, die Menschheit zu heilen, ist es, den erwachten Geist mit Freude zu verkörpern und voller Begeisterung deinen wahren Sehnsüchten nachzugehen.

Du hast sicher oft von „Bewusstseinserweiterung“ gehört und möchtest selbst auf einer höheren Bewusstseinsebene leben. Bewusstsein wächst durch Leichtigkeit – aus der Unbeschwertheit heraus. Je mehr du erwachst, desto mehr nimmt die Schwerfälligkeit ab. Du nimmst Probleme nicht mehr so ernst. Paradoxerweise kannst du sie besser meistern, weil du über ihnen stehst. Deine Leichtigkeit hat dich aufsteigen lassen, du kannst von oben besser sehen, was zu tun ist.

Es gibt Menschen, die nichts ernst nehmen, weil sie nur an der Oberfläche leben. Das ist damit nicht gemeint. Du kannst deine Leidenschaft, mehr von dem zu erfahren zu wollen, wer du wirklich bist, sehr ernst nehmen und gleichzeitig die Absurditäten des gegenwärtigen menschlichen Bewusstseins mit Leichtigkeit betrachten. Du lebst in einer noch recht primitiven Gesellschaft. Du wirst immer wieder enttäuscht, wenn du von den meisten Menschen Reife erwartest. Doch wenn du erst ein höheres Bewusstseinsniveau erreicht hast, richtest du nicht über die Menschen und ihren momentanen Zustand, sondern liebst sie bedingungslos. Sie sind ein Teil von dir, ein Teil des Tao. Und du weißt, dass eine schnelle Transformation der Menschheit möglich ist, sobald das Bewusstsein erwacht.

Es ist nicht leicht, ein Pionier zu sein. Du musst neue Wege beleuchten. Aber genau das tust du. Sind die Wege einmal erhellt, energetisch, ist es für andere einfacher, ihnen zu folgen. Heute ist es leichter zu erwachen als noch vor fünf Jahren, und in fünf Jahren wird es noch leichter sein.

Es ist gut möglich, dass du viel wacher bist, als du denkst. Du bist wahrscheinlich täglich gewachsen, kannst aber vielleicht nicht genau sehen, wo du heute im Vergleich zu vor fünf Jahren stehst. Frag auch hier deine Freunde, sie können dir Rückmeldung geben, wie sehr du dich entwickelt hast, besonders in den letzten Jahren. Natürlich sind sie auch gewachsen, vermutlich alle. Jeder wächst, außer er kämpft gegen das Wachstum an – und viele tun das aus Angst. Doch deine Freunde haben sich vermutlich sehr gut weiterentwickelt.

Je höher dein Bewusstsein steigt, desto leichter fällt dir das Lieben. Liebe ist deine Kernnatur. Zu entdecken, wer du wirklich bist, ist die ultimative Erweiterung der Liebe. Biologisch geprägt liebt eine Mutter ihr Kind zumindest teilweise, weil ihre Veranlagung sie dazu veranlasst (außer sie ist blockiert). Kinder lieben ihre Eltern aus ähnlichen Gründen. Oft gilt das auch für nahe Verwandte. Das ist Biologie, und nützlich. Es ist aber noch nicht Agape – die bedingungslose, transpersonale Liebe –, aber ein guter Anfang. Menschen lieben oft auch sexuelle Partner, auch das ist Biologie. Außerdem können sie Freunde lieben und darüber hinaus ihre Gemeinschaft. Wenn du deinen Geist öffnest, wirst du mehr und mehr Dinge lieben.

Vielleicht wirst du tief bewegt von der Lebensfreude der Tiere, Pflanzen, Mineralien, der Schönheit der Natur, Sonnenuntergänge, Kunst und Musik. Wenn du dich immer weiter öffnest, kommst du dem Lieben von allem näher. Das ist nicht so schwer, wie es scheint. Für Menschen, die sehr an die Erde gebunden sind, ist das unmöglich, doch je leichter du wirst, desto weniger schwer wird es. Die höchste Form von Agape erfährst du erst wieder in der Wiedervereinigung mit dem Tao, aber eine umfassende Liebe kannst du auch hier auf der Erde erleben. Man könnte sie als Altruismus, Wohlwollen und Güte gegenüber allen verstehen, mit denen man in Kontakt kommt. Von dort aus kann sie weiter wachsen.

Wenn du erwachst, beginnst du, deine Reaktionen auf andere Menschen in einem neuen Licht zu sehen. Was andere tun – auch wenn es verletzend ist – löst in die zunehmend weniger Reaktion aus, Du wirst weniger urteilend, weil du mit deinem Erwachen mehr und mehr Verantwortung für deinen inneren Zustand übernimmst; deine eigenen Themen treten deutlicher hervor.

Es ist möglich, sich bis zu dem Punkt zu entwickeln, an dem das Verhalten anderer Menschen deine innere Erfahrung kaum noch bestimmt. Und je besser dir das gelingt, desto mehr Menschen kannst du lieben; selbst die schwierigen.

Das bedeutet nicht, dass du Zeit mit ihnen verbringen willst; du wirst dich wahrscheinlich gar nicht zu ihnen hingezogen fühlen, denn Gleiches zieht Gleiches an, und du fühlst dich zu denen hingezogen, die sich am Leben erfreuen.

Doch hin und wieder wirst du Menschen begegnen, die unhöflich und herausfordernd sind. Das wird dich nicht mehr so sehr aus dem Gleichgewicht bringen. Das ist eine äußerst hilfreiche Fähigkeit, wenn man in einem menschlichen Körper lebt.

Du übernimmst die Verantwortung für dein ganzes Energiefeld. Du beginnst, dich selbst als Licht zu erfahren. In jeder Bedeutung des Wortes. Als unbeschwert, heiter, gegenwärtig.

Und jedes Mal, wenn du doch unangenehm auf eine Person reagierst, ist das eine Gelegenheit, dich selbst besser kennenzulernen und innerlich zu wachsen. Vielleicht erreichst du sogar den Punkt, an dem du den Menschen dankst, die deine „Knöpfe drücken“. Denn wenn sie das können, gibt es noch blockierte Energien in dir. Jeder Mensch trägt solche in sich. Selbst die am weitesten entwickelten Seelen stoßen von Zeit zu Zeit auf solche alten Energiemuster – und genau darin liegt ihr Rohmaterial für weiteres Wachstum.

MEDITATION

Bitte deine Essenz, dir eine Situation zu zeigen, in der du deine Erfahrung in eine freudige, neugierige Entdeckerlust verwandeln kannst.

Wenn du zum Beispiel in einem Job arbeitest, der an sich nicht besonders interessant ist, könntest du versuchen, ihn als eine Art Meditation zu betrachten. Menschen meditieren manchmal, indem sie in eine Flamme schauen oder sich auf ihren Atem konzentrieren; das sind keine intellektuell spannenden Tätigkeiten, aber sie können helfen, den Fokus auf die Essenz zu richten.

Vielleicht kannst du deine sich wiederholende oder langweilige Arbeit als meditative Übung betrachten. Es kann hilfreich sein, vor der Arbeit tatsächlich zu meditieren und dann zu schauen, ob du diese entspannte Achtsamkeit aufrechterhalten kannst.

Du brauchst nicht ständig äußere Unterhaltung, wenn du innerlich im Gleichgewicht bist – du kannst einfach das Strahlen deines eigenen Seins genießen. Trotzdem ist es wünschenswert, einer Arbeit nachzugehen, für die du dich von Natur aus interessierst; am besten eine, die dir Freude bereitet. Doch jede Lebenslage kann für inneres Wachstum genutzt werden. Du kannst in jeder Situation deine Fähigkeiten verfeinern und ausbauen.

Wenn du in einer Beziehung bist, die nicht besonders harmonisch verläuft, ist es vielleicht nicht die Verbindung, in der du dauerhaft bleiben wirst. Aber selbst dann bietet sie dir eine wertvolle Gelegenheit, deine Beziehungsfähigkeiten zu verfeinern: Wenn du der anderen Person so viel Liebe wie möglich schenkst und deine Neugier für sie neu entfachst, wird diese Erfahrung nicht umsonst gewesen sein. Du wirst selten ideale Umstände haben – doch du kannst mit dem arbeiten, was dir gegeben ist, und darin Freude finden. Wenn du in jeder Situation Interesse und Freude entdecken kannst, bist du frei. Dann wirst du nie mehr ein Gefangener deiner äußeren Umstände sein.

Das ist eine seltene und wunderbare Errungenschaft. Selbst wenn du sie nicht vollständig erreichst, ist es von großem Wert, dich ihr anzunähern.

Jeder Mensch hat bereits schwierige Erfahrungen gemacht.

Oft, wenn du von den Schmerzen anderer hörst, erkennst du dich in ihnen wieder. Das ist verständlich, denn wahrscheinlich erinnern sie dich an ähnliche Erlebnisse, die du selbst gemacht hast, sei es in diesem Leben oder in einem anderen. Auf diese Weise entwickelt der Mensch Mitgefühl. Wenn du jedoch im Bewusstsein aufsteigst, beginnst du, das Leiden anderer in einem anderen Licht zu sehen. Du liebst sie dann nicht nur, weil du Ähnliches erlebt hast, sondern weil du sie als Weggefährten erkennst, die sich einer Herausforderung gestellt haben und an ihr wachsen. Du weißt, dass sie, obwohl das Erlebte schmerzhaft war, dadurch an Tiefe gewinnen. Du selbst wirst durch das Miterleben ihrer Geschichte ebenfalls in die Tiefe gehen.

Du bemitleidest sie nicht – Mitleid ist keine besonders hilfreiche Emotion – und du schwingst auch nicht mehr mit ihrem Schmerz mit. Du liebst sie einfach. Du musst dich nicht mehr von ihrer Geschichte mit vereinnahmen lassen. Stattdessen kannst du ihren Mut und ihre innere Stärke feiern. Du weißt, auch wenn sie es vielleicht selbst noch nicht wissen, dass das, was sie aus dieser Erfahrung lernen, viele andere Menschen segnen wird.

Wenn du Heilung innerhalb deiner eigenen Erfahrungen suchst, heilst du nicht nur dich selbst. Du bist Teil des Ganzen, und du heilst das Ganze mit.

Das ist ein Grund, warum die Menschheit sich heute so rasch weiterentwickelt: Menschen teilen ihre Heilung miteinander.

Äußerlich betrachtet, wenn du dich nur an den Nachrichten orientierst, scheint der Fortschritt der Menschheit kaum sichtbar. Doch Politik und äußere Strukturen sind die letzte Ebene, auf der sich der Wandel zeigt. Transformation geschieht bereits.

Unsere Zuversicht, dass die Menschheit erwachen wird, ist größer denn je. Das verdanken wir auch dir. Dafür darfst du dir Anerkennung schenken.

MEDITATION

Beobachte mit Neugier, was du gerade erlebst.
Vielleicht erforschst du, was in deinem Körper geschieht.
Vielleicht spielst du mit der Energie.
Sieh, wohin dich die Neugier führt.

24. April 2015
Madison, Virginia
Transkribiert von Alexandra Hahn
Übersetzt von Sophia Matthes

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