Beobachte, wie du deinen Körper hältst. Erlaube kleine, angenehme Veränderungen – solche, die es der Lebenskraft einfacher machen, dich mit Freude zu erfüllen. Wenn du sitzt, lass deinen Kopf sich heben und frei über deinem Nacken schweben. Lass deine Schultern entspannt auf deinem Oberkörper ruhen – du musst nichts festhalten. Wie fühlen sich deine Handgelenke gerade an? Vielleicht möchtest du deine Ellbogen ein wenig schwer werden lassen. Scanne deinen Körper und erlaube jedem Part, den du wahrnimmst, seine angenehmste Position zu finden.
Wende deine Aufmerksamkeit deinem Atem zu. Frage deinen Körper: „Wie möchte ich am liebsten atmen?“ Lass deinen Körper von selbst atmen, spontan und frei.
Frage ihn auch: „Wie möchtest du dich in diesem Moment erden?“ Und frage die Erde als Ganzes:
„Wie möchtest du mich in diesem Moment erden?“
Spüre, wie du dich ganz mühelos auf jene Weise erdest, die dir und der Erde am meisten guttut.
Vielleicht steigt Erdenergie durch deine Füße und Beine auf.
Vielleicht verschmilzt du mit dem Zentrum der Erde.
Vielleicht umgibt dich nährreicher Boden und beruhigt deine Wirbelsäule und deinen Kopf. Vielleicht hilft dir die Erdenergie, dass sich deine Augen in ihren Höhlen wohlfühlen.
Erlaube deiner Essenz, gemeinsam mit all deinen geistigen Helfern und Führern, mit dir zu arbeiten – um deinen wundervollen Körper zu heilen. Du brauchst nichts zu tun, nur zu empfangen – es ist keine Anstrengung nötig. Das ganze Universum arbeitet zusammen, damit du dich so gut wie möglich fühlst. Beobachte dein Blut – vielleicht ist es von einem prickelnden, lebendigen Gefühl durchdrungen. Lass es sich so durch deinen Körper bewegen, wie es von allein fließen möchte.
Spüre die tiefe Dankbarkeit, die du für dein Blut empfindest. Deine Muskeln leisten so wunderbare Arbeit für dich – gib ihnen die Gelegenheit, sich so auszurichten, wie sie es möchten.
Vielleicht bewegst du dich dabei ein wenig, um ihren Impulsen zu folgen.
Wie möchten deine Muskeln sich positionieren oder fühlen? Gibt es Muskeln, die sich zu sehr angestrengt haben, um für dich zu arbeiten?
Sollte dem so sein, teile ihnen die gute Neuigkeit mit: Sie dürfen jetzt ruhen.
Wenn du z. B. deinen Kiefer zu sehr anspannst, sprich liebevoll mit diesen Muskeln, danke ihnen für ihren Dienst.
Spüre, wie sie sich in einen angenehmeren Tonus entspannen.
Nun richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Geist. Unser Geist ist so außergewöhnlich. Manchmal fordern wir ihn härter, als es gut für uns ist. Frage deinen Geist: „Wie möchtest du dich gerade fühlen?“ Spüre, wie gut es tut, wenn dein Verstand sich entspannen darf. Er muss nicht mehr so hart arbeiten – denn die anderen Teile des Selbst sind nun im Gleichgewicht mit unserem Geist. Wir erlauben unserer Essenz und unseren geistigen Helfern, einen Teil der Arbeit zu übernehmen, die der Verstand bisher allein zu tragen versucht hat. Unser Verstand darf jetzt die Pause machen, die er dringend benötigt.
Werde dir deiner Gefühle bewusst. Gibt es welche, die du bislang nicht beachtet hast, die nun gesehen werden wollen? Wenn ja, begrüße sie. Fühle diese Emotionen ohne Widerstand. Nimm sie auf wie eine liebende Mutter ihr Kind – ob die Gefühle nun glücklich oder traurig, wütend oder schamhaft sind. Umarme sie liebevoll, gib ihnen Raum. Lass sie sich ausdehnen, so weit sie es möchten. Spüre, wie gut es sich anfühlt, all diese Gefühle zu haben. Du wärst ohne sie nicht vollständig. Jedes einzelne hat seinen Sinn. Jetzt, wo sie liebevoll gehalten werden, können sie sich in das verwandeln, was sie am liebsten sein möchten.
Die Essenz ist der Kern unseres Seins. Wir sind diese Essenz – ebenso wie all die manifestierten Teile unseres Selbst. Alles zusammen sind wir.
Manchmal ist es wunderbar, der Essenz zu erlauben, in unserem Bewusstsein die Führung zu übernehmen – um unser eigenes Leuchten zu erfahren. Spüre, wie die Essenz die Welt um dich herum durchdringt. Wenn es sich richtig anfühlt, erlaube der Essenz, sich so zu bewegen, wie sie es möchte. Erlaube der Essenz, dem zu folgen, was ihr jetzt am wichtigsten ist.
Vielleicht wollte die Essenz schon lange einen bestimmten Teil deines Körpers heilen – und jetzt öffnest du bewusst den Raum dafür. Vielleicht möchte sie dir helfen, einen Anteil deines Selbst zu integrieren, mit dem du bisher nichts anzufangen wusstest. Vielleicht wünscht sie sich, dir neue oder schlummernde Fähigkeiten zu erschließen. Wenn ja, spüre, wie sie lebendig werden.
Vielleicht will sie durch dich einem geliebten Menschen helfen und braucht dafür deine Persönlichkeit als Möglichkeit, dies umzusetzen. Die Essenz ist riesig – tatsächlich multidimensional – und kann all das und noch vieles mehr.
Spüre, wie tief deine Dankbarkeit ist, dass du der Essenz bewusst erlauben kannst, durch deinen Körper und deine Persönlichkeit zu wirken.
Spüre, wie du durch das Handeln der Essenz immer mehr eins wirst. Vielleicht stellst du fest, dass du dich nicht länger wie eine Ansammlung unterschiedlicher Teile fühlst – sondern immer mehr als ein einziges „Ich bin.“ „Ich bin all meine Teile – und noch mehr.
Ich bin nicht Persönlichkeit, die nach Essenz sucht. Ich bin nicht Essenz, die nach Persönlichkeit sucht. Ich versuche nicht, mit meinem Körper in Kontakt zu kommen. Ich bin Eins. Ich bin, der Ich bin.“ Das fühlt sich richtig an.
Getrenntheit ist eine Illusion. Manchmal ist sie nützlich, wenn wir bestimmte Aspekte des Erlebens im Detail erfahren wollen. Doch wir lieben es ebenso sehr, unser Bewusstsein zum Ganzen zurückzuführen – denn das macht alles andere leichter. In dieser Einheit sind alle Teile unserer Erfahrung willkommen. Jedes Bedauern, das wir aus der Vergangenheit mittragen, ist in dieser Einheit willkommen. Lade all dein Bedauern ein, sich zu wandeln – vielleicht will es einfach gehört und geliebt werden. Vielleicht will es dir nur eine Botschaft übermitteln –
und wenn sie gehört wurde, ist Loslassen möglich.
In dieser Einheit sind auch alle Fehler – oder scheinbaren Fehler –, die du je gemacht hast oder machen wirst, willkommen. Liebe jeden einzelnen davon bedingungslos – sie sind unsere kostbaren Lektionen. Wir ehren sie und lassen sie in uns zu dem werden, was sie am liebsten sein wollen.
Bringe auch all dein Karma, ob vollendet oder unvollendet, in diese Einheit. Bitte deine Essenz, es zu transformieren, damit es sich auf die höchstmögliche Weise auflösen kann.
Gibt es noch etwas, das irgendein Teil von dir in diese Einheit bringen möchte?
Danke all deinen Anteilen: Essenz, Persönlichkeit, Körper, Teilpersönlichkeiten …
Danke auch allen anderen Menschen in deinem Leben. Lass allumfassende Dankbarkeit dich bis zum Überfließen ausfüllen – sie spült alle negativen Energien fort, die bereit sind zu gehen, damit sie umgewandelt werden können.
Wenn du bereit bist, werde dir wieder liebevoll deinem physischen Körper bewusst. Vielleicht möchtest du deine Essenz einladen, den Rest des Tages in deinem Energiefeld präsent und führend zu sein. Frage weiterhin jeden Teil deines Selbst: „Wie möchtest du dich am liebsten fühlen?“
Auf diese Weise öffnest du dich für größeres Glück und innere Erfüllung.
22. April 2015
Madison, Virginia
Transkribiert von Bobbie Cooper
Übersetzt von Sophia Matthes
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